GEBHARDT führt Variantenmanagement ein

Vereinfachung der Komplexität und Prozesse: GEBHARDT führt Variantenmanagement ein

Wie kann ein mittelständisches Unternehmen den Balanceakt zwischen Produktvielfalt und Herstellbarkeit halten? Diese und weitere Fragen erörterte der Leiter der Produktentwicklung Oliver Bernard von GEBHARDT am Montag, den 19. Juni 2017 in seinem Fachvortrag vor rund 40 Teilnehmern bei der Smart Variant Konferenz in Berlin.

Der Kundenwunsch hat höchste Priorität. Daraus ergibt sich eine paradoxe Situation: Das Produkt soll Kundenvorstellungen entsprechen und trotzdem rentabel entwickelt und produziert sein. Bei der Smart Variant Konferenz diskutierten in der vergangenen Woche rund 200 verantwortliche Komplexitäts- und Variantenmanager praktikable Konzepte zum Handling von Produktvarianz und -komplexität im Spannungsfeld zwischen Kundenanforderungen und effizienter Herstellbarkeit.

Das Chamer Familienunternehmen GEBHARDT entwickelt und produziert branchenspezifische Lösungen für Transport und Lagerung von Gütern und Waren im Industrie-, Handel- und Automotivebereich. Kundenorientierung und die konsequente Branchenfokussierung sind zwei wesentliche Erfolgsfaktoren, weshalb bei GEBHARDT eine hohe Vielfalt an Produkten mit wenig Standardisierung entstanden ist. Um diese handeln zu können, wird aktuell Variantenmanagement eingeführt. Dazu gehören die Implementierung eines Produktmanagementsystems sowie die Umstellung der aktuellen Konstruktionsweise von der projektbezogenen zur produktbezogenen Konstruktion. Die Vorteile von Variantenmanagement sind unter anderem die Kostenersparnis bei den reduzierten Entwicklungszeiten von Produkten. Darüber hinaus können Produktvarianten schneller realisiert und kurzfristiger auf geänderte Marktanforderungen reagiert werden. Durch die Senkung der Varianz und Standardisierung kann das Unternehmen mit 188-jähriger Tradition Montageprozesse und Skalenerträge optimieren.

„Unsere Kunden profitieren am Ende von verbesserter Liefertreue, Preisreduzierung und Qualitätssteigerung sowie der Möglichkeit, ihre Produkte selbst zu konfigurieren“, begründet Oliver Bernard die Einführung des Variantenmanagements.

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