Ein logistischer Genuss - Gebhardt liefert Käsereifungsbehälter für Goldsteig

Seit Ende 2006 betreibt der Käsehersteller Goldsteig am Firmensitz im bayerischen Cham ein neues automatisches Hochregallager zur Abdeckung zukünftiger Bedarfsanforderungen. Die Käsereifungsbehälter, die für die Lagerung, Reifung und den Transport der verpackten Käseblöcke sorgen, stammen von der Gebhardt Transport- und Lagersysteme GmbH.

„Unsere Überlegungen haben gezeigt, dass wir das für die Zukunft geplante Volumen nicht mehr mit den vorhandenen Kapazitäten bewältigen können, sondern eine neue Käserei sowie ein Vorreifelager für Hart- und Schnittkäse benötigen“, sagt Andreas Kraus, Geschäftsführer der Goldsteig Käsereien Bayerwald GmbH. In das etwa hundert Meter lange und fünfzig Meter breite Gebäude investierte Goldsteig ein zweistelligen Millionen-Betrag - problemlos können hier mehrere hunderttausend Kilogramm Milch pro Tag verarbeitet werden.

Mehrere tausend Käsereifungsbehälter mit jeweils zehn Zwischenlagen

Wesentlicher Bestandteil für die Einhaltung der Frischeanforderungen innerhalb des vom Ingenieurbüro Prof. Dr. Willibald Günthner geplanten logistischen Gesamtkonzeptes sind mehrere tausend Käsereifungsbehälter der Firma Gebhardt mit ihren jeweils zehn Zwischenlagen. Diese ermöglichen nicht nur den temperaturgeführten Transport des Käses durch das Hochregallager, sie unterstützen auch die für die Erreichung des richtigen Reifegrades der Käseblöcke nötigen Wendevorgänge. Die technischen Highlights der Gebhardt-Käsereifungsbehälter sind neben einem Zwei-Kammern-System mit senkrechter Trennwand vor allem die Maßgenauigkeit und Rechtwinkligkeit der Ladungsträger für höchste Anforderungen an die Fertigung aufgrund der Beladung bei Goldsteig mit Hilfe von Robotern sowie die Sicherstellung der Eignung der Behälter für den Transport via Fördertechnik.

Zwei Käsestapel pro Aufsatzrahmen

Der Käsereifungsbehälter besteht aus einer Flachpalette aus Holz und einem Aufsatzrahmen aus beschichtetem Holzverbundmaterial (Betoplan) mit Metallrahmen. Der Aufsatzrahmen bietet, durch eine Zwischenwand getrennt, Platz für zwei Käsestapel. Der Aufsatzrahmen kann mit Hilfe der beiden Sperrholzplatten auf der Flachpalette exakt positioniert werden. Die Verbindung der beiden Komponenten erfolgt mit den mittig an den Langseiten angebrachten Verschlusshebeln. Die einzelnen Käseblöcke müssen zum Einlagern in Folie verpackt sein. Zum Wenden des Käsereifungsbehälter wird oben auf den Aufsatzrahmen eine Flachpalette aufgelegt und mit den Verschlusshebeln befestigt. Anschließend kann der Behälter gewendet und die nun obere Flachpalette entriegelt und entfernt werden. Die Flachpalette ist mit Ihrer Kufenkonstruktion für einen Staplerbetrieb geeignet.

Reifungsprozess in unterschiedlichen Temperaturbereichen

Der Prozess läuft im Einzelnen wie folgt ab: Der Käsereifungsbehälter wird auf der Fördertechnik bereitgestellt und trifft mit dem Käse aus der Produktion an der Roboterbeladestation zusammen. Hier erfolgt die vollautomatische Beladung des Behälters in die beiden Kammern sowie das Einlegen der Zwischenlagen. Der Behälter wird jetzt in das Reifelager transportiert, wobei er unterschiedliche Temperaturstufen durchläuft. Denn während des Reifeprozesses ist es notwendig, den Käse mehrfach zu wenden. Hierfür verlassen die Gebhardt-Käsereifungsbehälter mehrfach das Reifelager, die Palette wird oben aufgesetzt und verriegelt, der Behälter gewendet und die obere Palette entfernt. Dann geht der Behälter wieder zurück ins Reifelager. Ist der Reifeprozess abgeschlossen, muss der Aufsatz beziehungsweise die Palette wieder entriegelt werden, der Aufsatz abgezogen und der Käseblock kann weiterverarbeitet werden.

Beitrag der "Deutschen Molkerei Zeitung"

Starten Sie den Dialog mit uns!

Jetzt anfragen +
Schließen -

Per Nachricht

Alle mit * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.

Per Rückruf

Zu Fragen bezüglich Produkten und Dienstleistungen.
Reaktionszeit innerhalb 24h

Alle mit * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.

Zurück